Geschichte

Im Ersten Weltkrieg geriet Philipp Mäser in russische Gefangenschaft. Er wurde nach Sibirien geschickt. Dort hatte er Glück: Er wurde einem Offizier als Stiefeljunge zugeteilt.

Dieser Offizier war ein leidenschaftlicher Schachspieler. Er brachte Mäser das Schachspielen bei und führte ihn auf ein gewisses Niveau. Schließlich spielte er sogar blind und gleichzeitig auf mehreren Brettern gegen ihn.

Mäser konnte dadurch etwas Besonderes erreichen. Der Gefangene durfte sich frei bewegen und konnte sich sogar eine Kuh kaufen. Mit deren Milch verdiente er ein paar Rubel.

Sechs Jahre nach Kriegsende hatte er dadurch genug Geld, um seinen Lieben daheim eine Karte zu schicken. Darauf stand die Nachricht, dass er noch am Leben sei und bald nach Hause kommen werde.

Als Philipp Mäser schließlich nach Dornbirn zurückkehrte, suchte er sich im Gasthaus Weißes Kreuz einige Gleichgesinnte. Mit ihnen wollte er Schach spielen.

So entstand im Jahr 1925 der Schachklub Dornbirn.