Was heißt denn das?

Wer in der Welt des Vereins-Schachs relativ neu ist - sei es, weil er selbst mit Schach beginnt, sei es, weil seine Kinder anfangen, Schach zu spielen - wird auf einige spezielle Ausdrücke stoßen:

FIDE

Dies ist die Schach-Welt-Organisation, die oberste Instanz im Schachsport. Die Abkürzung entspricht den Anfangsbuchstaben des französischen Namens (fédération internationale des échecs).

An sehr gute Schachspieler vergibt die FIDE Schachtitel: Großmeister (GM), Internationaler Meister (IM) und FIDE-Meister (FM). Zusätzlich gibt es diese Schachtitel auch noch für weibliche Spielerinnen (WGM, WIM und WFM).

Die FIDE legt die Schachregeln fest. Diese umfassen einerseits die Regeln, wie eine Schachpartie gespielt wird (gültige Züge, etc.), und andererseits die Regeln, welche bei Turnieren gelten (Schiedsrichter, etc.).

Elo

Die Elozahl eines Spielers gibt dessen Spielstärke an. Ähnlich dem ATP im Tennis wird im Schach mit der Elo-Wertung versucht, die derzeitige Spielstärke eines Schachspielers zu ermitteln.

Das Prinzip: Der Sieger eines elogewerteten Spiels bekommt zu seiner Elozahl Elo-Punkte dazu, und zwar umso mehr, je stärker sein Gegner ist, d.h. je höher der Unterschied der Elozahl des Verlierers im Vergleich zur Elozahl des Siegers ist. Umgekehrt werden dem Verlierer Elopunkte abgezogen und zwar auch dabei umso mehr, je schwächer sein Gegner ist. Bei einem Unentschieden (Remis) bekommt jener Spieler mit der niedrigeren Elozahl Elopunkte dazu, derjenige mit der höheren verliert Elopunkte.

Schachturniere, welche für die Berücksichtigung in der Elowertung vorgesehen sind, müssen bestimmten Kriterien entsprechen. Insbesonders können nur Partien mit einer langen Bedenkzeit (bei Kindern in Österreich ab 1 Stunde Bedenkzeit pro Spieler) zur Elowertung eingereicht werden.

Die österreichische nationale Elowertung hat als niedrigsten Wert 800 Elos. Die nationale Elozahl wird derzeit halbjährlich neu berechnet und auf www.chess-results.com veröffentlicht.

Die internationale Elozahl der FIDE startete lange Zeit bei 2000 Elos. In den letzten Jahren wurde dieses Limit aber ständig nach unten verschoben. Die internationale Elowertung wird alle 2 Monate neu berechnet und auf www.fide.com veröffentlicht.

Das Elozahlensystem wurde so ausgelegt, dass die Elozahlen langfristig langsam steigen können. Die stärksten Schachspieler liegen derzeit bei rund 2800 Elos.

Elo war übrigens ein ungarischer Physiker, der dieses Wertungssystem erfunden hat.

Remis, Brettpunkte

Auch eine Schachpartie kann nicht nur mit einem Sieg bzw. einem Verlust enden, sondern auch mit einem Unentschieden (Remis). Unentschieden ist beispielsweise, wenn kein Spieler mehr genügend Figuren hat, um den Gegner Matt zu setzen, aber auch, wenn im Laufe des Schachspiels exakt dieselbe Stellung bereits 3 mal aufgetreten ist. Für ein gewonnenes Schachspiel bekommt der Sieger 1 Punkt, der Verlierer 0 Punkte. Bei einem Remis erhalten beide 0,5 Punkte. Diese Punkte werden als Brett- oder Spielpunkte bezeichnet.

Mannschaftspunkte

Bei Mannschaftsturnieren zählt manchmal nur, ob die Mannschaft A bei einem Wettkampf gegen die Mannschaft B insgesamt mehr oder weniger Brettpunkte erkämpft hat. Für einen Mannschaftssieg werden in Österreich 2 Mannschaftspunkte vergeben, für ein Unentschieden 1 Punkt und für den Verlust 0 Punkte.

Schweizer System

Bei Schachturnieren wird sehr häufig ein spezielles System angewandt, welches es ermöglicht, dass alle Spieler in allen Runden zum Einsatz kommen und am Ende des Turniers eine Rangfolge feststeht. Dieses System wird als "Schweizer System" bezeichnet. Im Gegensatz zu diesem System werden sogenannte KO-Systeme im Schach nur sehr selten gespielt.

Vor der ersten Runde eines Turniers nach "Schweizer System" werden die Spieler nach ihrer Elozahl absteigend gereiht und erhalten so ihre Startnummern. In der ersten Runde spielt nun die erste Hälfte des Starterfeldes gegen die zweite Hälfte. Bei einem Turnier mit 40 Spielern spielt also die Nummer 1 (jene mit der höchsten Elozahl) gegen die Nummer 21, die Nummer 2 gegen die Nummer 22 usw. In den weiteren Runden werden die Spieler dann mittels Computerprogrammen so gepaart, dass möglichst Spieler mit gleicher oder ähnlich hoher bisher im Turnier erreichter Brettpunktezahl gegeneinander spielen.

Mit diesem System kann eben erreicht werden, dass alle Spieler während des gesamten Turniers spielen, am Ende aber doch ein Sieger und eine Reihenfolge feststeht. Natürlich kann es sein, dass am Ende mehrere Spieler gleich viele Brettpunkte erreicht haben. In diesem Fall kommen Zweitwertungen (meist Buchholz) und Drittwertungen (meist Sonneborn-Berger-Punkte) zur Anwendung.

Buchholz

Als Buchholzpunkte wird die Summe der Brettpunkte der Gegner eines Spielers bezeichnet. Beispiel: Susi hat in einem Turnier 3 Brettpunkte erzielt, Thomas 2 Brettpunkte und Stefan 1 Brettpunkt. Wenn Franz in diesem Turnier genau gegen diese 3 Spieler gespielt hat, so erhält Franz 6 Buchholzpunkte.

Sonneborn-Berger, Feinwertung

Bei der Sonneborn-Berger-Wertung, auch Feinwertung genannt, werden die Brettpunkte der Gegner und das jeweilige Spielresultat berücksichtigt. Bei einer Verlustpartie erhält der Spieler keine Feinwertungspunkte, bei einem Remis die Hälfte der Brettpunkte des Gegners, bei einem Sieg die vollen Brettpunkte des Gegners. Wenn also im oben angeführten Beispiel Franz gegen Susi gewonnen hätte, gegen Thomas unentschieden gespielt hätte und gegen Stefan verloren hätte, würde die Feinwertung so aussehen:

Feinwertungspunkte von Franz = 3 (Brettpunkte von Susi) + 2/2 (Hälfte der Brettpunkte von Thomas) +0 (keine Punkte für Spiel gegen Stefan) = 4

 

 


Informationen
Schachlokal: Eisengasse 19a
Obmann: Thomas Gsteu
Steinebach 18, 6850 Dornbirn
Österreich
Tel.: 05572/201962
Jugendreferent:Horatiu Pilsan
Tel.:05572/32422
Seniorenreferent:Sigi Räuber
Tel.:0650/4406811
Trainerin: Julia Novkovic

Klubabende
jeweils montags:
16:45 Uhr für Schüler
18:00 Uhr für Fortgeschrittene
19:30 Uhr für Erwachsene
(nur an Schultagen)

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